CBD-Öl: Wirkung, Anwendung und Empfehlung

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol und wird aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen. Bereits seit ein paar Jahren gibt es verschiedenste Produkte wie Öle mit diesem Wirkstoff im Handel. In der EU ist Cannabis sativa L. als Novel Food freigegeben, solange der THC-Gehalt unter 0,2% liegt. CBD ist ein rein pflanzlicher Wirkstoff mit interessanten Eigenschaften, auf die nachfolgend eingegangen werden soll.

Die 4 besten CBD-Öle im Vergleich

So setzt sich CBD-Öl zusammen

CBD-Öl setzt sich aus CBD und einem Trägeröl zusammen. Diese beiden Grundelemente sind notwendig, da sich CBD in Öl oder in Wasser lösen lässt. Das Trägeröl macht den Hauptbestandteil aus. Öl unterstützt den Körper bei der Aufnahme von Wirkstoffen. Dem Öl wird Cannabidiol hinzugegeben. Je nach Menge ergibt sich ein prozentualer Anteil. So entstehen die kleinen Flaschen mit 5, 10 oder 15 Prozent CBD-Anteil. Hochwertige Trägeröle enthalten Omega-Fettsäuren und Vitamine.

Zu den wertvollen Trägerölen gehören:

  • Kokosöl
  • Palmöl
  • Olivenöl
  • Avocadoöl
  • Hanföl
  • Sesamöl
  • Traubenkernöl

Qualität von CBD erkennen: Extraktionsmethoden im Überblick

Je nach Methode entsteht CBD entweder als einzelner Wirkstoff oder als Bestandteil mehrerer Wirkstoffe. Die weibliche Hanfpflanze bietet nicht nur CBD, sondern weitere Cannabinoide und Terpene. Sie nennen sich unter anderem CBG, CBGA, CBC oder CBN. Alle Wirkstoffe und Terpene erzeugen den sogenannten "Entourage-Effekt". Dieser Effekt beschreibt das Zusammenspiel aller gewonnenen Cannabinoide.

CBD lässt sich mit verschiedenen Methoden aus der Hanfpflanze gewinnen und weiterverarbeiten. Zur gängigsten Methode gehört die industrielle CO2-Extraktion. Das CBD wird mit überkritischem Kohlenstoffdioxid aus der Pflanze gepresst. Dieses Verfahren schont die Umwelt und das Blütenmaterial. Als Endprodukt entsteht ein fast fertiges CBD-Öl mit ausgeprägtem Cannabinoid-Profil (CBD, CBC und Terpene).

Zu den eher schlechten Methoden gehört die Extraktion mittels Alkohol, Butan oder durch Erhitzen. Sie verschmutzen die Umwelt oder zerstören wichtige Bestandteile der Hanfpflanze. Demnach fällt das Cannabinoid-Profil schlechter als bei der CO2-Extraktion aus.

Hersteller isolieren die Erzeugnisse in den einzelnen Bestandteilen. Danach können die Cannabinoide mit Ölen oder mit E-Liquid vermischt werden. Dies wäre ohne Isolation nicht möglich. Dadurch ergeben sich qualitative Unterschiede, auf die noch genauer eingegangen wird.

CBD-Öl: Isolat, Vollspektrum oder Breitspektrum

Produkte gibt es in guter und schlechter Qualität, so verhält es sich auch beim CBD-Öl. Die Zusätze "Isolat", "Vollspektrum" und "Breitspektrum" sind Qualitätsmerkmale und geben Aufschluss über die Herstellung. Etwas weiter oben wurde auf die wichtigsten Methoden zur Extraktion eingegangen. Wie sich gutes von schlechtem CBD unterscheidet, wird im nachfolgenden Teil gezeigt.

CBD-Öl Isolat

Dieses CBD-Öl ist eine einfache Mischung aus CBD und aus Öl. Hersteller kaufen gereinigtes CBD in Pulverform ein und mischen es mit einem Trägeröl. Das fertige CBD-Öl ist keinesfalls minderwertig. Jedoch ist der Ankauf und die Herstellung wesentlich günstiger. Der Preis bleibt gleich, um einen höheren Gewinn zu erzielen. Ein Entourage-Effekt bleibt aus, da weitere Cannabinoide und Terpene fehlen.

CBD-Öl Vollspektrum

CBD-Öl mit der Bezeichnung "Vollspektrum" enthält alle wichtigen Cannabinoide aus der weiblichen Hanfpflanze. Darunter fallen CBD, CBG, CBGA, CBC, CBN und Terpene. Je mehr Cannabinoide enthalten sind, desto wirkungsvoller tritt der Entourage-Effekt ein. Das CBD wurde vorab nicht isoliert und anschließend zugesetzt. Alle Cannabinoide und Terpene bleiben erhalten.

CBD-Öl Breitspektrum

Bei dieser Variante handelt es sich um eine Mischung aus Isolat und Vollspektrum. Hier sind mehr Cannabinoide und Terpene als im Isolat enthalten, jedoch weniger als im Vollspektrum-Öl.

Hinweis: CBD-Öle dürfen in Deutschland nicht mehr als 0,2 Prozent THC enthalten. In Österreich liegt der Wert bei 0,3 Prozent und die Schweiz erlaubt sogar einen Wert von maximal 1 Prozent THC-Anteil pro Flasche. Die Einfuhr aus Österreich oder aus der Schweiz kann daher problematisch sein. Man sollte immer auf die Angaben zum THC-Gehalt achten!

Wofür verwenden Nutzer das CBD-Öl?

CBD-Öl ist vielseitig, es kann als Aromaöl zur Körperpflege oder als Mundspray eingesetzt werden. In der Regel verwenden es Nutzer bei kleineren Beschwerden wie Unwohlsein, Stress oder Appetitlosigkeit. CBD setzt beim menschlichen Endocannabinoid-System (kurz ECS) an. Das ECS gehört zum zentralen Nervensystem und übernimmt bestimmte Aufgaben im Körper. Es besteht aus den Rezeptoren CB1 und CB2.

Der CB1-Rezeptor ist für die Stimmung, das Gedächtnis, den Schlaf, den Appetit und für die Schmerzen zuständig. Die CB2-Rezeptoren sind im gesamten Körper verteilt. Sie kommen besonders häufig im Magen-Darm-System, in den Organen und im Gehirn vor. Hauptsächlich beeinflussen sie Entzündungen im Körper und versuchen die Entzündungsherde unter Kontrolle zu bringen. CBD dockt an den beiden Rezeptoren an und beeinflusst diese.

Die Cannabinoid-Rezeptoren sollen Entzündungen lindern, für eine positive Stimmung sorgen oder den Appetit anregen können. Inwieweit dies durch CBD bewirkt werden kann, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Es gibt einzelne Untersuchungen wie diese, die eine entzündungshemmende Wirkung bei Gewebekulturen feststellen.

Werden Nutzer gefragt, wofür sie CBD-Öl verwenden, werden oftmals folgende Antworten gegeben:

  • Unwohlsein
  • Schlaflosigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Angststörungen
  • Stress
  • Übelkeit
Hinweis: Diese Angaben dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine ärztliche Beratung oder Behandlungsempfehlung dar!

Die Dosierung von CBD-Öl

Jeder Mensch ist unterschiedlich, weshalb es keine genauen Angaben für die passende Dosierung gibt. Manche Personen reagieren gar nicht auf CBD, manche spüren eine stärkere Reaktion. Daher sollte man zunächst nur Öle mit einem geringen CBD-Anteil und nur wenige Tropfen Öl verwenden.

Stufe 1: Mikro-Mischung

CBD-Öl mit 5 oder 10 Prozent CBD-Anteil. Dies entspricht einer Menge von 500 mg oder 1000 mg CBD pro 10 ml Öl.

Stufe 2: Standard-Mischung

CBD-Öl mit 10, 15 oder 20 Prozent CBD-Anteil. Dies entspricht einer Menge von 1000 mg, 1500 mg oder 2000 mg CBD pro 10 ml Öl.

Minderwertiges oder falsches CBD-Öl erkennen

CBD-Öl ist die beliebteste Darreichungsform von CBD-Produkten. Nicht alle Interessenten können zwischen den Ölen differenzieren. Es gibt immer wieder Angebote auf bekannten Plattformen, die nichts mit dem klassischen CBD-Öl zu tun haben. Die unseriösen Hersteller arbeiten mit gewissen Tricks, die hier näher erläutert werden.

1. Die richtige Bezeichnung finden

CBD-Öl darf laut der Gesetzeslage jede Bezeichnung erhalten, die auf den Inhalt schließt. In einer Flasche befindet sich größtenteils Öl. Hersteller vertreiben das Produkt unter Hanföl, Hanftropfen, Terpene Öl, Terpene Tropfen, Hanfsamenöl, MCT-Öl oder Premium-Öl. Dahinter kann sich handelsübliches CBD-Öl verstecken. In den meisten Fällen handelt es sich um normales Hanfsamenöl. Hanfsamenöl wird in der Küche zum Braten oder zum Verfeinern des Salates genutzt. Man sollte ein anderes Produkt wählen, wenn weder im Titel noch in der Artikelbeschreibung den Zusatz "CBD-Öl" angegeben wird.

2. Auf die Inhaltsstoffe achten

In den Inhaltsstoffen von Ölen ohne CBD-Anteil stehen folgende Begriffe:

  • x Prozent Terpene Anteil
  • x Prozent Hanfterpene
  • x Prozent Hanfsamenöl
  • x Prozent Hanfextrakt

x steht für die gängigen Öle mit 5, 10, 15 oder 20 Prozent CBD-Anteil. Diese oben genannten Begriffe sagen allerdings nichts aus. Sie lassen eher auf ein normales Hanföl ohne CBD-schließen. Dies gilt auch für Bezeichnungen wie "x Prozent Hanfextrakt mit CBD". Die Prozent-Angabe bezieht sich auf das Extrakt, jedoch nicht unbedingt auf den CBD-Anteil. So können die Hersteller bei der CBD-Angabe tricksen. Man sollte auf Bezeichnungen wie "x Prozent CBD-Anteil" oder auf eine Angabe in Milligramm (etwa "500 mg CBD") achten.

Ein Rechenbeispiel: CBD-Öl mit 5 Prozent CBD-Anteil liegt preislich bei 25 bis 30 Euro. In einer Flasche sind 10 ml enthalten. Hochwertiges Hanfsamenöl kostet circa 25 Euro für 1 Liter. Das Öl ohne CBD-Anteil wird ebenfalls in kleinen 10 ml Flaschen verkauft, um den Kunden zu täuschen. Man würde also 25 Euro für 10 ml Hanfsamenöl ohne CBD ausgeben. Für den gleichen Preis erhält man 1 Liter Hanfsamenöl. Es gibt keine Unterschiede, da es sich um dasselbe Trägeröl handelt (sofern kein Traubenkernöl oder anderweitige Öle verwendet wurden).

3. Die Beschreibung sorgfältig durchlesen

In fast allen Fällen wird eine Beschreibung verwendet, die sich auf die Wirkung von CBD bezieht, ohne das Wort "CBD" zu nutzen. Die ausführliche Beschreibung suggeriert ein hochwertiges CBD-Produkt. Dies ist rechtlich erlaubt, da das Produkt nicht explizit erwähnt wird. Man sollte vom Kauf absehen, wenn Begriffe wie "CBD", "Cannabidiol" oder "Cannabinoide" fehlen oder wenn sie eher allgemein gehalten werden. Es muss ein klarer Bezug auf das Produkt zu erkennen sein.

4. CBD-Öl aus anderen Ländern vermeiden

Man sollte Produkte aus dem Nicht-EU-Ausland vermeiden. Das hat verschiedene Gründe. Die EU regelt den Anbau, die Züchtung, die verwendeten Pflanz- und Düngearten. Es gibt einen EU-Sortenkatalog, der beschreibt, welche Pflanzen für den Anbau geeignet sind. Nur diese Pflanzen dürfen für die Gewinnung von CBD genutzt werden. Diese Regelungen gibt es in anderen Nicht-EU-Ländern meistens nicht. Das Blütenmaterial kann mit giftigen Chemikalien versetzt sein. Ebenso prüft womöglich keiner die Reinheit und den Ursprung der Pflanzen.

In anderen Ländern ist oftmals auch ein erhöhter THC-Gehalt erlaubt. Die Einfuhr kann somit problematisch sein, unabhängig davon, was in der Produktbeschreibung steht. Der Umtausch und die Rückforderungen können mitunter schwierig ausfallen. In der Regel verlangt der Versender die Übernahme der Rücksendekosten, die für Privatpersonen teilweise höher als der Kaufpreis für das Produkt ausfallen können.

Ein Zertifikat als Indiz für ein gutes CBD-Öl

Seriöse Online-Shops bieten ein sogenanntes Analysezertifikat an. Das Zertifikat wird von unabhängigen Laboren ausgestellt. Der Shop-Betreiber versendet eine Probe an verschiedene Institute. Sie analysieren die einzelnen Bestandteile und stellen ein Zertifikat aus. Dieses Zertifikat gibt an, welche Inhaltsstoffe im CBD-Öl enthalten sind.

Mit der prozentualen Angabe kann ermittelt werden, wie hoch der Gehalt der einzelnen Cannabinoide ausfällt. Weitere Cannabinoide wie CBDA oder CBG sind in viel geringeren Mengen enthalten. Sie reichen für einen Entourage-Effekt aus. Der THC-Gehalt wird ebenfalls aufgelistet und sollte unter 0,2 Prozent liegen. Seriöse Labore stammen aus Deutschland, darunter fällt unter anderem der TÜV. Das Zertifikat sollte maximal 12 Monate alt sein, um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.

Fazit

Interessierte Nutzer sollten sich das gewünschte Produkt genauer anschauen. Fehlende Inhaltsangaben und die aufgeblähte Beschreibung sind gute Indizien für ein minderwertiges Produkt. Man sollte auf eine CBD-Angabe in Prozent oder Milligramm achten. Sätze wie "x Prozent Hanfextrakt mit CBD" deuten ebenfalls auf ein mangelhaftes Produkt hin, da sich die Prozent-Angabe auf das Hanfextrakt und nicht auf den Wirkstoff beziehen kann. Die Inhaltsangaben sind letztlich entscheidend, eine gute Sicherheit bietet daher ein Analysezertifikat mit der Aufschlüsselung der einzelnen Inhaltsstoffe.

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